Schlagwort: Herkulesstaude

  • Haushalt unter Druck, wichtige Projekte auf der Tagesordnung

    Haushalt unter Druck, wichtige Projekte auf der Tagesordnung

    In der jüngsten Ratssitzung standen mit dem Haushalt 2026, dem Forstwirtschaftsplan und der Bekämpfung der Herkulesstaude gleich mehrere wichtige Themen auf der Tagesordnung. Dabei wurde deutlich, dass die finanziellen Spielräume der Ortsgemeinde enger werden. Bereits im Vorfeld war der Haushalt im Haupt- und Finanzausschuss beraten worden.

    Manuel merkte zum Haushalt an, dass sowohl Umlagen als auch Personalkosten um jeweils rund 100.000 Euro gestiegen sind. Dadurch verschlechtert sich die finanzielle Lage weiter, und die Gemeinde muss sich perspektivisch auch mit einer Verbesserung der Einnahmesituation befassen. Hinzu kommt, dass Sonderausgaben im Kita-Bereich auf zwei Jahre verteilt wurden und das Ergebnis dadurch günstiger erscheint.

    Auch bei den Investitionen wurde deutlich, dass nicht alles gleichzeitig umgesetzt werden kann. Das Parkhaus am Krankenhaus ist vom Tisch, stattdessen soll nun ein Parkplatz gebaut werden. Im Bereich „Oberm Kappesgarten“ ist eine Umsetzung wohl eher ab 2027 realistisch. Stefan fragte zudem nach möglichen Nachzahlungen beim Grundstücksankauf, nachdem sich die Bewertung der Flächen deutlich erhöht hat.

    Ein weiterer wichtiger Punkt war die Folgebeauftragung zur Bekämpfung der Herkulesstaude an den Gewässern. Die Pflanze ist wegen ihrer fototoxischen Wirkung gefährlich und ihre Beseitigung bleibt aufwendig, aber notwendig. Manuel fragte, ob die Bekämpfung in den Vorjahren Wirkung zeigt, sodass in den nächsten Jahren ein nachhaltiger Erfolg eintreten kann. Dies bejahte der Verantwortliche der VG-Werke. Am Ende wurde die Maßnahme mehrheitlich beschlossen, begleitet von einem Mulchen und einer möglichen Abdeckung durch Folien auf einigen betroffenen Flächen.

    Beim Forstwirtschaftsplan 2026 wurde deutlich, dass sich das Defizit zwar verbessert, der Wald aber weiter unter den Folgen der vergangenen Trockenjahre, Wiederbewaldungskosten und Wildverbiss leidet. Der eingeschlagene Kurs bleibt daher vorsichtig und auf langfristige Stabilität ausgerichtet.

    Auch unter „Mitteilungen und Anfragen“ wurden konkrete Probleme aus dem Alltag angesprochen: Stefan thematisierte Verschmutzungen am Heilbornweg, die Alessa durch Beschwerden am Umwelttag bestätigte. Manuel bat die Verwaltung, den Landwirt zur Reinigung eines von ihm verschmutzten Weges aufzufordern. Auf den Missstand hatte uns ein Dernbacher Bürger hingewiesen.

    Unser Fazit: In Dernbach besteht weiterhin Investitionsbedarf auch für größere Vorhaben, aber der finanzielle Druck wächst. Umso wichtiger ist es, Projekte sauber zu priorisieren und kritisch nachzufragen.