Schlagwort: Busfahrplan

  • Offene Fraktionssitzung am 17. August 2025

    Offene Fraktionssitzung am 17. August 2025

    Am Sonntag, den 17. August 2025, fand unsere offene Fraktionssitzung statt. Einige Bürgerinnen und Bürger nahmen teil und brachten ihre Fragen und Anregungen ein – von der Zukunft des Jugendraums über die Kirmes bis hin zum Baugebiet „Kappesgarten“.


    Rückblick auf unsere Gremienarbeit

    Zu Beginn stellten wir einen Überblick über die laufende Gremienarbeit sowie die wichtigsten Themen der letzten Ratssitzung vom 18. Juni 2025 vor.


    Anregungen aus der Bürgerschaft

    Im Anschluss baten wir die Teilnehmenden um Rückmeldungen und stellten die Fragen:
    Was ist Euch wichtig? Wo drückt der Schuh? Womit sollte sich der Gemeinderat beschäftigen?

    Dabei kam es zu einer lebendigen Diskussion. Genannt wurden unter anderem:

    • Der Eindruck, dass sich im Ort seit Jahrzehnten wenig weiterentwickelt hat.
    • Unzureichende Einkaufsmöglichkeiten.
    • Fragen nach dem aktuellen Stand des Baugebiets „Kappesgarten“.
    • Die Idee, die abgebaute Telefonzelle durch Jugendliche kreativ gestalten zu lassen.
    • Der Wunsch nach mehr Informationsaustausch.
    • Das Gefühl, mit manchen Problemen allein gelassen zu werden.

    Jugendraum

    Auch der Jugendraum kam in der Diskussion zur Sprache. Wir als „Gemeinsam für Dernbach“ setzen uns – auch fraktionsübergreifend – dafür ein, dass der Jugendraum mit neuen Ideen gefüllt, stärker bekannt und angenommen wird . Erwähnt wurden Aktionstage für Jugendliche und Eltern oder gemeinsame Aktivitäten wie Kochaktionen – als eine von mehreren Möglichkeiten, um Begegnung und Gemeinschaft zu fördern.


    Kirmes und Jubiläum 2026

    Die Kirmes ist für Dernbach ein Höhepunkt im Jahreslauf: drei Tage Feier inklusive Live-Musik, Fahrgeschäfte, Stände und vielen Begegnungen von Einheimischen und Gästen.

    Damit sie auch künftig für alle zu einem positiven Erlebnis wird, ist eine gute Vorbereitung inklusive Beteiligung der Gemeinde entscheidend. Dazu gehört:

    • Transparenz und Kommunikation im Vorfeld – damit Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig wissen, welche Abläufe geplant sind.
    • Barrierefreiheit – Wege und Zugänge sollten so gestaltet sein, dass auch ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen problemlos teilnehmen können.
    • Verkehrs- und Aufbauplanung – der Anliegerverkehr darf so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, die Anwohner sollen sich aber zumindest auf konkrete Informationen und Abläufe verlassen können.
    • Bereits jetzt gilt es, das Jubiläum 2026 im Blick zu behalten, das ein attraktives Programm erwarten lässt, was seitens der Gemeinde zu begleiten ist.

    Bauvorhaben und Einkaufsmöglichkeiten

    Ein Beigeordneter informierte auf Nachfrage im Teilnehmendkreis hin, dass eine Entwicklung des Baugebiets frühestens 2027/28 realistisch ist. Das weckt Verständnis, aber auch Erwartungen – wir bleiben am Thema dran.

    Nach unserem Informationsstand verzögert sich die Eröffnung des noch zu bauenden Supermarkts inklusive Bäckerei und Getränkemarkt an der Ebernhahner Straße und dürfte etwa ein Jahr auf sich warten lassen.


    Verkehr

    Wir informierten, dass ab sofort der Bus (Linie 420 Hachenburg/Selters nach Montabaur) Dernbach samstags stündlich anfährt. Das liegt zwar außerhalb des unmittelbaren Aufgabenbereichs der Gemeinde, dennoch ist die Verbesserung auch im Sinne von Personen, die den ÖPNV gerne nutzen oder darauf angewiesen sind, zu begrüßen.


    Telefonzelle

    Eine Telefonzelle gibt es in Dernbach zwar nicht mehr. Aus der Runde wurde dafür die Anregung erneuert, dass ein öffentlicher Bücherschrank eingerichtet wird und Jugendliche die Gestaltung übernehmen könnten.


    Katharina Kasper und die Heilborner Linde

    Eine weitere Anregung, die uns vorab per E-Mail erreicht hat, betrifft die Heilige Katharina Kasper. In der Sitzung wurde ergänzt, dass ein Bürger Holzteile der mehrere hundert Jahre alten Linde aufbewahrt, die vor kurzem durch ein Gewitter beschädigt und gefällt werden musste.

    Hier gilt es, Ideen weiterzuverfolgen: Etwa Schmuckstücke oder Erinnerungsstücke aus dem Holz, aber auch Möglichkeiten, die Geschichte und Bedeutung von Katharina Kasper für Dernbach sichtbarer zu machen – beispielsweise durch ein Denkmal oder eine Hinweistafel am Geburtshaus, eine Broschüre, ein Thementag etc.. Eine Abstimmung mit beteiligten Gruppen, darunter das Kloster, erscheint hier zielführend.


    Ausblick

    Die Sitzung hat gezeigt: Es gibt viele Themen, die die Dernbacherinnen und Dernbacher bewegen. Besonders die Belebung des Jugendraums und die Vorbereitung der Kirmes 2026 werden uns weiter beschäftigen.

    Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die offenen Beiträge und Anregungen. Nur im gemeinsamen Gespräch entstehen Ideen, die unseren Ort voranbringen.

  • Aktuelles aus dem Gemeinderat

    Was passiert im Gemeinderat? Welche Beschlüsse werden gefasst? Mit unserer neuen Infoserie halten wir euch auf dem Laufenden! Hier erfahrt ihr, was der Gemeinderat diskutiert, welche Entscheidungen getroffen werden und welche Anträge und Fragen wir als Fraktion stellen.

    Bild von Dernbach mit Schriftzug

    Konstituierende Sitzung vom 28. August 2024

    In der ersten Sitzung nach den Wahlen ging es um wichtige personelle und organisatorische Entscheidungen. Neben der Verpflichtung der Ratsmitglieder sowie der Wahl des Ortsbürgermeisters, der Beigeordneten und Ausschussmitglieder (wir haben bereits darüber berichtet), beschloss der Rat einstimmig die neue Geschäftsordnung des Ortsgemeinderats. Diese legt fest, wie Sitzungen einberufen werden, die Beteiligung der Öffentlichkeit, den Ablauf von Sitzungen und die Handhabung von Anträgen und Anfragen.

    Mitteilungen und Anfragen

    Der Bürgermeister, Ferdi Düber, informierte den Rat darüber, dass der Kauf des Gemeindezentrums rund 35.000 Euro teurer wird. Grund dafür ist die Grunderwerbssteuer, die nun doch fällig wird – anders als es ihm ursprünglich vom Finanzamt mündlich in Aussicht gestellt wurde. Ein Notar sieht keine Erfolgschancen für einen Widerspruch, da sich der Nutzungszweck des Gebäudes von kirchlich zu kommunal geändert hat, was die Steuerpflicht auslöst.
    Da der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde (VG) Wirges, Herr Schwickert, anwesend war, wurden auch Themen der Verbandsgemeinde angesprochen.
    Unser neues Ratsmitglied, Dr. Manuel Misgeld, stellte die Frage, ob es üblich sei, dass Sitzungsvorlagen (wie der Vorschlag zur Ausschussbesetzung) erst direkt bei den Terminen verteilt werden. Der Ortsbürgermeister erklärte, dass dies auf die hohe Arbeitsbelastung der Verbandsgemeinde durch die vielen konstituierenden Sitzungen zurückzuführen sei. Der CDU-Fraktionsvorsitzende kritisierte jedoch die wiederholt kurzen Vorlaufzeiten und forderte seinerseits eine Änderung.

    Glasfaser und Infrastruktur

    Ein großes Diskussionsthema war der schleppende Ausbau des Glasfasernetzes. Mehrere Ratsmitglieder äußerten Kritik an den verzögerten Bauarbeiten, den schlechten Straßenzuständen und den noch ausstehenden Hausanschlüssen. Der erste Beigeordnete der VG zeigte Verständnis und gab an, das zuständige Bauunternehmen bereits auf die Probleme hingewiesen zu haben. Doch vielen Ratsmitgliedern war das nicht genug. Der zweite Beigeordnete Dernbachs sprach sich deutlich gegen die aktuelle Situation aus und nahm die Verbandsgemeindeverwaltung in die Pflicht, hier aktiver zu werden.

    Busverkehr: Verschlechterung des Angebots

    Manuel brachte zudem zur Sprache, dass der neue Busfahrplan für den Sonntag eine deutliche Verschlechterung für Dernbach mit sich bringt. Statt des gewohnten Stundentakts fährt der Bus nun nur noch alle zwei Stunden, da die Linie 425 über Wirges umgeleitet wird und zur gleichen Zeit wie die Linie 420 verkehrt. In Wirges fahren nun zwei Busse kurz hintereinander, gefolgt von einer zweistündigen Pause.
    Der Ortsbürgermeister zeigte sich überrascht und erklärte, erst durch Manuels Hinweis von den Änderungen erfahren zu haben. Er versprach, sich der Sache anzunehmen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende dämpfte allerdings die Erwartungen und wies darauf hin, dass der Kreis als Träger des ÖPNV nur wenig auf die Anliegen der Ortsgemeinden eingehe. Auf Nachfrage aus der CDU-Fraktion bestätigte Manuel, dass der neue Fahrplan nichts mit einer Neuausschreibung zu tun habe, da diese erst in einigen Jahren geplant sei. Er hob zudem hervor, dass die Busse auch sonntags gut ausgelastet seien – nur eben nicht mehr über Dernbach führen. Wir als Fraktion werden dieses Thema weiter verfolgen, denn gerade für umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen ohne Führerschein darf diese Verschlechterung nicht akzeptiert werden.